Wagnerwahn

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Böse Mama Januar 20, 2010

Filed under: ich,Kind1 — wagnerwahn @ 2:43 pm
Tags:

Was sagen Euch diese Kinderaugen?

Traurigkeit pur, oder?

Dabei ging es nur um Klamotten.

Mal wieder.

„Nie im Leben zieh ich die Hose an. Nienieniemals!! Ich will ein Kleid, oder einen Rock. Keine Hose“, „Du bist so gemein zu mir.“ „Immer muß ich machen was DU willst“

Das war heute früh.

Natürlich hat sie die Hose angezogen. Unter Murren. „Aber nur, weil die von der J.ist, nur deshalb. Und nur, weil die so eng ist. Ich hasse weite Hosen. So!“

Jaja, hatten wir alles schon. Diese Phase scheint sich schier endlos zu wiederholen.

Jungenmütter schaun immer nur kopfschüttelnd, wenn wir im Kindergarten ankommen, und das Tochterkind immer noch schimpft wie ein Rohrspatz, weil sie eine Hose trägt. Die Erzieherinnen amüsieren sich und winken ab, die anderen Mädelsmütter nicken wissend.

Ich bin u.U. leicht genervt.

Aber diese traurige Blick…

Und morgen?

Gewiß wieder eine Hose.

Böse Mama!

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14 Responses to “Böse Mama”

  1. regido Says:

    ich wollte ueberhaupt nur hosen anziehen,nein ich musste diese doofen roecke anziehen….unmoeglich….auch jahre spaeter noch….“du koenntest doch auch mal einen rock anziehen“…….wenn es moeglich ist lasst sie anziehen was sie wollen
    gruss regido

    • wagnerwahn Says:

      Ganz kurz: sie ist 4,5 Jahre alt. In meinen Augen definitiv zu jung, um allein zu entscheiden. Mitbestimmung ist drin, aber wenn es heißt HOSE,dann möchte ich keine Grundsatzdiskussion. Mit der Zeit wird dieses Recht wachsen.

  2. Kathi Says:

    Bei Caitlin im Moment immer Strumpfhosen, noch Leggins drüber und ein Rock oder ein Kleid (langärmlige Nickikleider sind im Winter zum Beispiel super).

    Mal ehrlich – ich sehe das nicht verbissen. ich ziehe doch auch an, was ich möchte. Und wenn ich überlege, wie oft DU Rock oder Kleid anhast. Du lebst ihr das doch vor?! Auch wenn es über der Jeans ist… Warum sie also nicht?

    Im KiGa hat Caitlin nen Schnee- und nen Matschanzug hängen. Wenn Sie dort also raus gehen, hat sie was ordentliches an. Und drinnen eben ihren geliebten Rock. Es stört doch nicht? Was macht es für mich für einen Unterschied, ob sie Jeans oder Rock trägt? Solang es insgesamt warm genug ist (und was warm genug ist, bestimme ich – das ist die Bedingung)?

    Ich denke, ich kann in meinem Leben oft genug noch Kämpfe mit meinem Tochterkind austragen. Da lasse ich solche Banalitäten lieber weg 🙂

    LG Kathi

    • Kathi Says:

      Und auch, wenn Caitlin erst 5 ist – es gibt genug Punkte, wo ICH bestimme. Die Kleidung ist ein Ausdruck der Persönlichkeit. Und ich finde es gut, dass meine Tochter eine hat. Ganz ehrlich, Ich finde es niedlich, wie sie die Kleidung zusammenstellt. Und inzwischen weiß sie, welche Regeln es gibt und was warm genug ist. Sie hat den Zwiebellook für sich entdeckt und ist stolz. Das finde ich gut! Das hat auch mit Alter nichts zu tun. Es wäre was anderes, wenn sie das dünne Sommerkleid möchte mit ner Feinstrumpfhose drunter. Aber es sind Cordröcke im Moment. Oder eben Nickikleider… Angepaßt – Winterlook. …

    • wagnerwahn Says:

      Mir geht es schlicht und ergreifend ums Prinzip. Ich bin die Mama, sie ist das Kind.
      Das halte ich in allen Bereichen so. Nehmen wir das Essen. Ließe ich sie grundsätzlich selbst entscheiden, kämen außer Nudeln mit Ketchup und Käse, sowie Schokopudding kaum was anderes auf den Tisch. Gemüse? Fehlanzeige. Deshalb bestimmen wir i.d.R. den Essensplan. Natürlich mit Ausnahmen, also sie darf sich auch Nudeln und Pudding wünschen, aber eben nicht täglich. Anderes Beispiel die Zubettgehzeit. Die ist festgelegt. Jeden Tag in der Woche um 19:30Uhr. Auch hier gibt es Ausnahmen. Warum also soll ICH (ich rede hier nur von unserem Modell) im Bereich Kleidung das anders handhaben?
      Und ja, ich ziehe oft Röcke und Kleider an, das Kind aber gewiß nicht seltener. Man darf Vorlieben haben, muß aber eben auch lernen, sich zu beugen.

  3. Lass dich von dem traurigen Blick nicht einwickeln. Meine kann schon auf Kommando Krokodilstränen laufen lassen. Aber ich bleibe eisern. Ich sage mir dann immer vor: Ich bin eine Rabenmutter. Aber ich bin der Chef. Da kannste heulen, wie du willst. Ich bin eine Rabenmutter. Aber…“

    Wir sind grad voll in der Rockphase. Kommt mir eigentlich auch sehr entgegen. weil ich beim Pipimalheur nur die Strumpfhose und Unterhose wechseln muss. Und nicht die komplette Kombi.

    Menno, wenn ich dich immer so lese, wird mit Angst und Bange, was mich in 1 1/2 Jahren erwartet *bibber* 😉

    • wagnerwahn Says:

      Man wächst mit seinen Aufgaben 😉
      Vielleicht wächst mein Kind mit weniger Freiheiten auf, als andere. Und?
      Ich glaube nicht, dass es ihr zum Nachteil ist.
      Für uns erscheint dies im Moment der richtige Weg, von daher wird er fortgesetzt…
      Geh Du Deinen, Du Rabenmutter 🙂

  4. bauchherzklopfen Says:

    Uiuiui, da geht ja modemäßig schon was ab im Kindergarten…
    Ich denke übrigens, dass du die Kämpfe um die Klamottenwahl irgendwann sowieso austragen musst. Wenn das für dich jetzt noch einfach durchzusetzen ist (trotz dieser Krokodilstränen), dann bleib einfach dran. Wenn es dir morgens mal zu nervig wird, das Mama-ist-der-Boss-Argument zu verteidigen, kannste ihr ja immer noch anbieten ein Kleid über ne Hose zu ziehen. Das hab ich als Teenie jedenfalls gemacht – und ich glaub meine Mama fands nich hübsch, aber ich war ja warm angezogen 😉

    • wagnerwahn Says:

      Kleid über die Hose ist eh schon gängig hier 😉 Bei Mama wie Tochter.
      Und mir wird schon bang, wenn ich ein paar Jahre voraus denke. ich hoffe, die bauchfrei-und Karottenstyle-Phase ist dann völlig out. 70er Style wäre doch schön… Abwarten!
      Und ja, mich nerven diese Minikämpfe. Aber gerade mein dominantes, immer-und-alles-bestimmen wollendes Kind braucht ganz klare Ansagen.

  5. Mirjam Wolf Says:

    HAllo!
    Das kommt mir bekannt vor. An manchen Tagen hab ich das in vierfacher Ausführung. Glücklicherweise ist das nur selten. Nur bei unserer Zweiten ist das noch fast jeden Tag. Die Hose will ich nicht, der Pulli kratzt….. Ich versuche dann, ihr eine Alternative anzubieten, aber der Grundton bleibt. Mama sagt wos langgeht, Hose bleibt Hose, aber du kannst Dich zwischen zweien entscheiden. Trotzdem bleibt es manchmal beim „Böse Mama!“. Aber ist das nicht irgendwo unser Job? Ich wünsch dir viel Kraft!

    Liebe Grüße Mirjam

  6. engelchenfiona Says:

    also ich seh das auch so das die kinder schon sagen dürfen was sie wollen
    du bist die mama ja ist schon klar und wenn sie sagt sie will einen rock dann hast du die möglichkeit zu sagen, ok aber trotzdem hose drunter, weil wegen is kalt
    und du hast letztlich ja auch die möglichkeit sie under verschiedenen sachen/dingen entscheiden zu lassen, so lern sie halt auch gleich was zusammen paßt
    das geht auch beim essen so, ich geb ein paar sachen zur auswahl und da können die kinder dann auswählen, vorschläge sind aber auch willkommen
    laß sie ein stück weit mit entscheiden, das ist gut für den seelenfrieden und stärkt das selbstbewustsein bzw. selbstwertgefühl deiner tochter ungemein

    lg
    fio

    • wagnerwahn Says:

      Ich bin es gerade ein bißchen leid, mich immer wieder zu erklären. Wir handhaben es hier nun mal anders, und wir finden dieses Modell gut für uns.
      Natürlich darf sie mitentscheiden, aber wenn es heißt Hose, dann Hose.
      Es gibt Kompromisse. Ja. Auch Ausnahmen. Aber eben nicht täglich.
      Sie darf an einigen TAgen sich ihr Essen wünschen, an anderen bestimmen wir.
      Und ich glaube wie gesagt nicht, dass mein Kind an mangelndem Selbswertgefühl oder -bewußtsein leidet.

  7. Kassiopeia Says:

    Also sie durfte an genau diesem Tag kein Kleid anziehen. Gut. Wird sie nicht umbringen auch, wenn sie das glaubt 🙂 Kenne das. Diese „besonderen“ Mädchen brauchen ganz arg unsere Grenzen, weil sie sonst lernen, dass sie mit ihrem schönen Blick wirklich alles bekommen. Die sind doch nicht dumm. Sie weiß doch, dass sie hübsch ist. Wir sorgen dafür, dass das nicht der Mittelpunkt der Welt für sie wird (Äußerlichkeiten), sondern andere Dinge ebenso wichtig sind. Regeln, Diskussionen, Zugeständnisse und Abfuhren gehören zum Leben dazu, wenn sie das bei uns nicht erfahren dürfen, wo dann?


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